Umwelt- und Artenschutz

Allein 20% unserer bewirtschafteten Flächen sind ausgewiesene Naturschutzflächen des Biosphärenreservats Schorfheide/Chorin. Bei systematischen Erfassungen wurde auf unseren Flächen eine sehr hohe Diversität an Ackerwildkräutern, Brutvögeln und Amphibien mit landesweit bedeutsamen Populationsgrößen festgestellt. So überleben in unseren Feldgehölzen und Biotopen bedrohte Arten wie der Schreiadler, der Schwarzstorch, die Europäische Sumpfschildkröte, der Neuntöter, die Rotbauchunke und weitere Rote Liste Arten.

Um diese zu schützen, passen wir unsere Ernte- und Mähzeitpunkte an die Brut- und Balzzeiten der vielfältigen Wildfauna an, sichern den Wasserhaushalt in Kleingewässern und legen unbeackerten Gewässer- und Feldrandstreifen an.

Detailliertere Informationen zur Biodiversität auf unserem Betrieb finden Sie hier auf der Seite des Projektes „Landwirtschaft für Artenvielfalt“.

Einen spannenden Beitrag zu unserer ökologischen Bewirtschaftung der Felder auch ohne Glyphosat & Co. finden Sie hier in der 3Sat Mediathek.

Blühstreifen

Seit ein paar Jahren lassen wir auf einigen Luzerne-Kleegras Flächen ca. 10m breite Streifen bei der Mahd als Naturschutzmaßnahme stehen.

Ziel ist es, insbesondere dem Braunkehlchen einen sicheren Nistplatz und Lebensraum zu schaffen. Braunkehlchen gelten in Brandenburg als stark gefährdete Art. Sie brüten zwischen Mai und Juli in offenen Landschaften am Boden. Zu diesem Zeitpunkt wird auf landwirtschaftlich genutzten Flächen bereits der erste Schnitt zur Futterproduktion gemäht, was zu hohen Brutverlusten geführt hat.

Die teils überjährig stehenden Streifen bieten den Braunkehlchen nun ein sicheres Bruthabitat sowie einige höhere Einzelstrukturen als Ansitzwarten. Darüber hinaus sind sie ein Rückzugs- und Überwinterungsraum für Insekten und bieten Tagfaltern und Wildbienen ein erhöhtes Nahrungsangebot durch Blüten und Samen.

Die Auswahl geeigneter Streifen auf Flächen treffen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.